
Székesfehérvár – einst Alba Regia genannt – hat den Beinamen „königlich“ wohl verdient: Über mehr als ein halbes Jahrhundert lang war die Stadt Krönungsstadt und Bestattungsort der ungarischen Könige. Dank ihrer vielen Sehenswürdigkeiten und ihres vielseitigen kulturellen Lebens ist sie zu einem beliebten Reiseziel der Touristen geworden.
Nach dem Mittelalter - in den Jahren um 1700 - befand sich hier der Bischofssitz. Die Innenstadt wurde im Barockstil neu errichtet. Wenn man die Hauptstraße entlang schlendert, reihen sich die Sehenswürdigkeiten geradezu aneinander: das Denkmal des Reichsapfels, der mittelalterliche Ruinengarten, das Rathaus, der Bischofspalast, die Franziskanerkirche und die Zisterzienserkirche. Es lohnt sich aber auch den Blick nach oben – auf die Fassaden der kleineren Gebäude - zu richten, denn auch sie weisen ähnliche Stilmerkmale auf.
Das Gebäude des Doms, der auf einem Hügel steht, ragt unter den vielen Gebäuden der Innenstadt hervor. Seine heutige Form erhielt er 1777, damals wurde er auch zur Bischofskirche.
Die Museen in der Innenstadt beherbergen wertvolle Sammlungen: Das Fekete Sas Patikamúzeum (Apothekenmuseum zum Schwarzen Adler) zeigt die ehemaligen Geräte zur Arzneimittelherstellung, während das Szent István Király Museum (Museum König Stephans des Heiligen) die zweitgrößte archäologische Sammlung beherbergt. Das Fehérvár Babaház (Puppenhaus von Fehérvár) zeigt aus der Epoche vom 18. bis zum 20. Jahrhundert nicht nur bürgerliches Spielzeug, sondern auch Miniatur-Spielzeugmöbel und wird damit auch für die Erwachsenen zu einem überwältigenden Erlebnis.
Während des Spaziergangs lohnt es sich, in die Innenhöfe der Barockgebäude einzutreten. Davon ist der in der Kossuth Straße besonders schön, wo man ein Uhrenspiel bewundern kann, das ungarische Könige und Heiligen vorbeiziehen lässt.
Die wichtigste Sehenswürdigkeit des Palotaváros Skanzen (Freilichtmuseums im Stadtteil Palotaváros), das den Europa-Nostra-Preis erhalten hat, ist die Rác-Kirche im byzantinischen Stil, die mit bunten Wandgemälden und einer Ikonostase geschmückt ist.
Einen besonderen Wert stellt die Bory-Burg dar. Das ist eine romantische Ritterburg, die von Jenõ Bory entworfen und gebaut wurde. Sie diente einst als Familienwohnsitz, heutzutage aber beherbergt sie eine Ausstellung, die die Werke von Jenõ Bory und seiner Frau Ilona Komócsin zeigt.
Das kulturelle Leben dieser Stadt ist sehr bunt, das bezeugen auch die jährlich wiederholten Veranstaltungen, wie die „Königliche Hochzeit”, die „Königlichen Festtage” und musikalische Veranstaltungen, die auf der Bühne stattfinden, die zwischen den „Originalkulissen“ des Rathausplatzes aufgestellt ist.
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