Durch den tiefen Wald des nördlichen Vértes-Gebirges führt uns der Weg nach Majkpuszta. An der Stelle einer mittelalterlichen Prämonstratenser-Propstei wurde hier in der Mitte des 18.Jahrhunderts durch Spenden von Graf Josef Eszterházy und seiner aus 16 hohen Adligen bestehenden Familie die Gründung des Kamaldulenser-Einsiedlerordens möglich.
Der Einsiedlerorden besteht aus den Zellenblöcken, der Kirche und dem Stiftsgebäude und wurde nach der uralten Regula des Kamaldulenserordens gebaut. In diesem Orden haben die Einsiedler das Schweigegelübde abgelegt. In den Häusern standen den Einsiedlern ein Schlafzimmer, eine Werkstatt für die Verrichtung der Arbeit, eine Kammer und eine Miniatur-Kapelle zur Verfügung, die mit einem Altar versehen und zur Ausübung ihres Glaubens erforderlich war. Zu jedem Haus zählte ein kleiner Garten. Die Mönche haben den Ablauf ihrer alltäglichen Tätigkeit dem Lauf der Sonne angepasst.
Auf dem Gelände, das von einem geschlossenen Zaun umgeben ist, reihen sich die Einsiedlerhäuschen mit ihren weißen Wänden und roten Dachziegeln, in geordneter Weise aneinander. An ihren Fassaden ist das Wappen der Bauherrenfamilien zu sehen. Von der Kirche, die in der Mitte errichtet worden ist, steht heute nur noch der Glockenturm. Die Gebäudegruppe wird durch das Hauptgebäude des Einsiedlerordens abgeschlossen. Hier befanden sich die Residenz des Priors, der Gemeinschaftsspeisesaal und die Gästezimmer, die Durchreisenden zur Verfügung standen.
In dem Museum, das in einem der Einsiedlerhäuschen eingerichtet ist, kann man die Dokumente aus dem Leben der Brüder mit den weißen Kutten besichtigen, die das Schweigegelübde abgelegt hatten. Während der Führung, die stündlich stattfindet, können die Besucher zahlreiche interessante Details aus der Geschichte des Einsiedlerordens kennen lernen.
Kamalduli Remeteség (Kamaldulenser-Einsiedlerorden), Oroszlány-Majkpuszta
Tel./Fax: 00 36 34 361-592