Die Idee, einen architektonischen Lehrpfad einzurichten, wurde schon vor einem Jahrzehnt in Dunaújváros geboren. Damals begannen wir, uns ein Bild über die bereits als Sehenswürdigkeit geltenden Gebäude der Stadt zu machen. Eine große Hilfe bei der Ausführung des Planes bot die Unterstützung des Ministeriums für nationales Kulturerbe. Mit der Verwirklichung des Projekts und der Kennzeichnung dieser Gebäude ist ein Lehrpfad entstanden, der das touristische Angebot in Dunaújváros erweitert und die Stadt somit für Besucher anziehender macht.

Die „gemeinnützige Gesellschaft der Kleinregion für die Europäische Union und für Fremdenverkehr“ bewarb sich innerhalb der Ausschreibung des Ministeriums für nationales Kulturerbe mit dem Titel „Kulturelle Wege zum gemeinsamen europäischen und/oder ungarischen Erbe, Unterstützung der touristischen Projekte 2003” und sorgte im Juni 2004 für das Zustandekommen des architektonischen Stadtrundgangs Dunaújváros.
In der ersten Phase des Projekts haben wir – aufgrund der vorhandenen Kenntnisse – bei der Planung des Lehrpfads mehrere Gesichtspunkte untersucht, aufgrund deren der endgültige Routenplan entstand. Dazu gehörten die Besonderheit, die Mannigfaltigkeit und nicht zuletzt die Auffindbarkeit der Sehenswürdigkeiten auf der Route. Gleichzeitig konnten wir auch die Länge des Weges nicht außer Acht lassen. Im fertig gestellten Plan haben wir 35 Stellen bzw. Gebäude gekennzeichnet, die zu Fuß oder auch mit dem Fahrrad aufgesucht werden können, je nachdem wieviel Zeit und Energie man aufwenden möchte. Bezüglich der Gebäude hat jede Wohngemeinschaft mit ihrer Unterschrift in die Anbringung der Tafel eingewilligt, so sind von den 35 geplanten Gebäuden 33 Stationen geblieben; die Menschen haben die in den Gebäuden verborgenen Werte erkannt und gern zur Verwirklichung des Plans beigetragen.
Die gekennzeichneten Gebäude gehören 3 architektonischen Epochen an (Sozreal I; Moderne; Sozreal II). In der Stadt lassen sich die Baustile von den 50er bis einschließlich der 80er Jahre sehr gut erkennen. An den Gebäuden der Stadt haben – nach den vorliegenden Informationen – fast alle bedeutenden Architekten der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts gearbeitet. Der Besucher kann auf dem Rundgang von den älteren Stilen bis hin zur modernen Architektur gelangen. Bei der Zusammenstellung haben wir auch jeweils die Besonderheiten der einzelnen Gebäude innerhalb der Stile beachtet, so ist die Anzahl der oben erwähnten Stationen entstanden. Die Route wird durch einen Ausblick auf das Donauufer „gebrochen”, wo der Besucher sehr gut den (sogenannten) römischen und den modernen Stadtteil je in deren Verschiedenheit betrachten kann.
Ausgangspunkt des architektonischen Stadtrundganges ist der Vasmû-Platz, wo das Fresko von Endre Domanovszky mit 13 Figuren, Arbeiter des Stahlwerkes darstellend, zu sehen ist. Die nächste hervorragende Station der Route ist das Geschäftshaus, wo ebenfalls ein mehrfiguriges Mosaik zu finden ist, es wurde 2004 renoviert. Die Hauptstraße der Stadt und die Gebäude der Vasmû-Straße stellen getreu die Baustile der Epoche vor (die Wohnhäuser, das Kinogebäude, die Poliklinik mit rundem Grundriss). Die Route führt auch am Rathaus vorbei. Es gibt nicht viele Orte, an denen der Sozreal-Stil ist in so großer Menge anzutreffen ist, was den Rundgang für das touristische Interesse nur noch bedeutender macht.
Auf dem Lehrweg spazierend können die Besucher die von berühmten Planern erträumten und ausgeführten Meisterwerke, die Innenstadt im sozialistisch-realistischem Baustil kennenlernen und Einblick in Vergangenheit, Gegenwart und auch Zukunft von Dunaújváros gewinnen. Die Innenstadt von Dunaújváros verfügt über ein einheitliches, in Europa einzigartig ausgedehntes Erbe im sozialistisch-realistischem Baustil. Der Lehrweg bietet allen Besuchern von Dunaújváros angenehme und nützliche Entspannungsmöglichkeiten
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