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Königliche Städte

  

 

Székesfehérvár- Die Stadt der Könige

Székesfehérvár, die Stadt der Könige, die Wiege des ungarischen Staates und der Ort von Parlamentssitzungen, liegt in der geographischen Mitte des Mittleren Transdanubiens. Die Stadt wurde ungefähr 972 vom Vater des ersten ungarischen Königs, dem Fürsten Géza gegründet. Mit Ausnahme seines Sohnes, des Heiligen Stephans, wurden bis zum Mittelalter sämtliche Könige hier gekrönt. Die meisten Herrscher wurden auch hier bestattet. Im Herzen der Stadt widmet die Nationale Gedenkstätte den eintausendjährigen Erinnerungen der sehr wechselvollen ungarischen Geschichte einen gebührenden Rahmen.
In deren Nachbarschaft wurde im Laufe des Neuaufbaus nach der Türkenherrschaft das bezaubernde Stadtzentrum im Barockstil errichtet. Der doppelte Block des Rathauses, der wunderschöne Bischofspalast, die schon das dritte Jahrhundert "überstehenden" Kirchen, Gebäude aus dem Mittelalter, Reste der Burgmauer und die verwinkelten, mit Kopfstein gepflasterten Straßenreihen bilden ein einzigartiges Denkmalensemble, das durch die im 19. Jahrhundert erbauten würdevollen öffentlichen Gebäude und Wohnhäuser entsprechend ergänzt wird. Zu den besonderen Werten von Székesfehérvár gehören die auf den Plätzen, in den Parkanlagen, am Fuße der Burgmauern und in den Winkeln der Straßen zu findenden, bedeutende Persönlichkeiten der Geschichte darstellenden oder zu Ehren von geschichtlichen Wenden des Schicksals aufgestellten Statuen, Denkmäler und Brunnen. Eine weitere Sehenswürdigkeit ist die Burg Bory am Rande der Stadt. Das die charakteristischen Züge der verschiedenen architektonischen Stile aufweisende Gebäude wurde von seinem Namensträger errichtet.
Nunmehr traditionell finden in Székesfehérvár Mitte August die Festveranstaltungen der Königlichen Tage statt, in deren Rahmen auch ein internationales Folklorfestival veranstaltet wird.

Veszprém- Die Stadt der Königinnen

Veszprém ist die "Hauptstadt" des Bakony und wurde auf mehreren Hügeln errichtet. Der höchste davon ist der Burg- Berg–als wäre dieser sich oberhalb des Séd-Baches erhebende Felsbrocken auch von der Natur zum Bauen einer Burg geschaffen worden. Hier steht jedes Haus unter Denkmalschutz. Bei einem Spaziergang stoßen wir auf Fassaden mit edler Linienführung, auf steinumrahmte alte Torbögen und in Wandnischen stehende barocke Figuren. Hier lebten die Ehefrau unseres ersten Königs, Gisella von Bayern, die Stifterin der Domkirche, und die ihr nachfolgenden Königinnen. Deshalb wird Veszprém auch die "Stadt der Königinnen" genannt. Von den wunderschönen Denkmälern bewahrte die Gisella-Kapelle für uns die gotische architektonische Form ihres Zeitalters.
Die Domkirche zum Heiligen Michael ist vom architeckturhistorischen Gesichtspunkt aus eine der bedeutendsten Kirchen von Ungarn. In der Burg weist am Giebel eines Palastes eine Bischofsmütze darauf hin: in dieser Stadt gibt es seit unserer Staatsgründung einen Bischofspalast. Von Jahr zu Jahr werden die Schätze des Diözesen-Museums der Königin Gisella und das Laczkó-Dezsõ-Museum, welches den Besuchern die wertvollsten Reliquien der tausendjährigen Geschichte des Bakony-Gebirges zeigt, von vielen besucht. Der Kittenberger Kálmán-Pflanzengarten und der Wildpark bieten Erlebnisse für Groß und Klein gleichermaßen. Das kulturelle Leben von Veszprém erwartet das ganze Jahr hindurch, seine Gäste mit einem breiten Angebot an Theateraufführungen, Konzerten und Austellungen. In den abwechslungsreichen Jagdgebieten am Rande von Magas-Bakony, Bakonyalja und der Kleinen Tiefebene wechseln sich geschlossene Waldformationen und von Äckern zergliederte, parkähnliche, von Bächen durchflossene Wälder ab. Außer Kleinwild können hier Rotwild, Wildschweine, Rehwild, Mufflons und Damwild gejagt werden.

Tata- die Stadt des Wassers

Die Stadt hat zwei größere Seen und über hundert Quellen. Am Ufer des Öreg-tó („Alter See½ ) steht die einzige erhalten gebliebene ungarische Wasserburg aus dem 14. Jahrhundert. Das ursprünglich als königlicher Sommerpalast und später als Jagdschloss vorgesehene Gebäude war in der Zeit von König Matthias eines der schönsten Renaissancegebäude. Die heute vorhandenen barocken und romantischen Stilmerkmale wurden erst in späteren Zeiten ergänzt. In der Burg ist eine lokalhistorische Sammlung ausgestellt, unter anderem Gegenstände der berühmten Fayence- Herstellung von Tata. Die Umgebung des Öreg- tó steht unter Naturschutz, der See ist eine Station für Zugvögel, in erster Linie für Wildgänse. Am Stadtrand wurde am Ufer des Cseke-tó (Cseke- See) Ungarns erster englischer Garten mit Baumraritäten, Kunstruinen, Bächen, Wasserläfen und kleinen Brücken angelegt.  

Malév
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Aktuallisiert: 06.06.2008.

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